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29. Mai 2012

Initiativ werden - Die Kunst des guten Handelns
Internationale Tagung für Heilpädagogik und Sozialtherapie | 8. bis 12. Oktober 2012 am Goetheanum, Dornach

Teaser_THS 2012 Postkarte Druckerei-1

Gutes Handeln folgt keinen Normen und Routinen, es erwächst aus einer Entdeckungsreise zum anderen Menschen, auf der im Dialog gemeinsames Handeln entsteht. Vom 8. bis 12. Oktober 2012 werden wieder Menschen aus vielen Ländern am Goetheanum in Dornach zusammenströmen, diesmal, um sich gemeinsam der Frage nach den Bedingungen heilpädagogischer und sozialtherapeutischer Kultur - im Sinne initiativen Handelns - zu widmen.

Handeln aus Initiative: Gelingendes heilpädagogisches oder sozialtherapeutisches Handeln rechtfertigt sich nicht aus Weisungsgebundenheit oder Handlungsgewohnheiten, sondern aus einer Begegnung mit einem Kind, einem Jugendlichen oder Erwachsenen, aus der jeweils eine eigene, neue Handlung erwächst. Ein solcher Handlungsgestus entsteht nur aus eigener Initiative, aus einer Hinwendung zum anderen Menschen und aus der Verantwortungsfähigkeit für den Augenblick und seine Folgen. Da er nicht vorgeprägt, sondern grundsätzlich offen ist (wenn auch nicht voraussetzungs- oder erfahrungslos), kann er auch als Ausdruck eines künstlerischen Prozesses erfasst werden, dessen Gestaltungsmerkmale im sozialen Handeln erkundet werden können.

Dimensionen des Willens: In seinem Heilpädagogischen Kurs des Jahres 1924 betonte Rudolf Steiner die Bedeutung der Schulung des Willenslebens für die heilpädagogische Arbeit. Die meisten Phänomene der Heilpädagogik seien auf Störungen des Willens und nicht auf Probleme der Wahrnehmung und des Denkens zurückzuführen. Damit trifft man auf eine weitreichende Aussage und auf die Herausforderung, die Willensseite des Menschen in ihren verschiedenen Dimensionen zu verstehen: Als Grundlage jeder Tätigkeit, als ethisches Problem sowie in ihrer spirituellen Dimension in der Schicksalsbildung und einer Ökologie des Menschheitlichen.

Die Schatten des Handelns: Wer in der Heilpädagogik und Sozialtherapie arbeitet, muss um die Schatten des Handelns wissen, wo es sein menschliches Maß verliert und zu Verletzung, Ausbeutung, Gewalt und Missbrauch führt. Ohne Bewusstsein für die Gefahren und Abgründe sozialen Handelns lässt sich kaum eine nachhaltige, am Wohl des anderen Menschen orientierte Beziehungsgestaltung entwickeln.

Gutes Handeln und die Kunst sozialer Gestaltung: Heilpädagogik und Sozialtherapie sind immer auch Mittler gesellschaftlichen Handelns, indem sie Lebensformen und Organisationen entwickeln, in denen Menschen zusammenarbeiten oder zusammenleben. Die vielleicht schwierigste Aufgabe in unserem Aufgabenfeld besteht in der Gestaltung von sozialen Verhältnissen, die den Menschen befähigen, sich selbst zu sein – eigene Initiativen und Gestaltungsimpulse zu verfolgen – und zugleich das eigene Handeln fruchtbar in das Handeln einer Gemeinschaft einzubetten und dadurch das Leben einer Schule, einer Arbeitsstätte oder eines Lebensortes zum Blühen bringen zu helfen. Konflikte und Krisen können dann auch als Chancen und Entwicklungsanstöße verstanden werden.

Es wäre schön, wenn Sie sich von diesen Fragen angesprochen fühlten: Interessante Vorträge und Arbeitsgruppen, die Möglichkeit für freie Initiativen, ein festliches Programm mit Theater, Eurythmie, Musik und Ausstellungen erwarten Sie! Und hoffentlich viele interessante und inspirierende Begegnungen mit Menschen aus aller Welt.

Information: Konferenz für Heilpädagogik und Sozialtherapie, Ruchti-Weg 9, CH-4143 Dornach | Telefon +41-61 - 70 18 485, khs@khsdornach.org , www.khsdornach.org

Dieser Text ist der kommenden PUNKT UND KREIS-Ausgabe Johanni 2012 entnommen. 

URL dieser Seite: http://www.verband-anthro.de/index.php/aid/1087/cat/2/start/50
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