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27. März 2017

Sozial Raum Orientierung
Kurzbeschreibungen der Arbeitsgruppen

Fachtag Sozial Raum Orientierung

Inklusiver Fachtag Anthropoi Arbeitsleben & Anthropoi LebensOrte: 18. - 19.05.2017 in der Lebensgemeinschaft Bingenheim
Die Fachbereiche Arbeitsleben und LebensOrte setzen sich bei dieser gemeinsamen Tagung mit der Idee, dem Begriff und den Möglichkeiten von Sozialraumorientierung auseinander. Die TeilnehmerInnen erkunden Sozialraumorientierung als Ansatz für ihr persönliches, gemeinschaftliches und berufliches Leben und entwickeln miteinander Zukunftskonzepte:

  • Welche Aufgaben fordern LebensOrte und Werkstätten heraus?
  • Erhalten sie durch gesetzliche Anforderungen und gesellschaftliche Entwicklungen neue Aktualität und Bedeutung?

Die Arbeitsgruppen werden vor Ort ausgewählt. 14 inklusive Arbeitsgruppen werden hierfür Raum für Austausch und Zukunftsentwicklung bieten.

Die Beschreibungen zu den einzelnen Arbeitsgruppen finden Sie hier:

1. Ich will es wissen!

Der Sozialraum bietet viele Mitgestaltungsmöglichkeiten! Aber: Nur wer gut informiert ist, kann auch daran teilhaben. Dabei ist es egal, ob es um einen Kinobesuch, ein Konzert, das Fußballtraining oder um die Wahlen für den Bundestag geht. Wenn ich nichts davon weiß, bin ich von vornherein ausgeschlossen. Es ist daher wichtig, dass wir uns informieren. Es ist wichtig, dass wir uns interessieren, um uns eine eigene Meinung bilden zu können und uns zu beteiligen. Die Arbeitsgruppe soll Mut und Lust auf Wissen machen.
Mit Daniela Steinel | Öffentlichkeitsarbeit Anthropoi Bundesverband; Koordinatorin Fachbereich Arbeitsleben und Redaktion PUNKT und KREIS

2. Berufliche Teilhabe im Sozialraum

Wie kann berufliche Teilhabe für Menschen mit Assistenzbedarf im näheren Sozialraum ermöglicht werden? Integrationsfachdienste und individuelle Beratung der Werkstattbeschäftigten sowie Beratung und Unterstützung der örtlichen Arbeitgeber sind ein wichtiger Schlüssel, damit Berufswünsche ermöglicht werden können. Die Werkstätten Gottessegen in Dortmund und Bochum haben hier viel Erfahrung. Zurzeit bauen sie eine eigene Jobvermittlung auf.
Mit Petra Beckmann | Integrationsfachdienst & Martin Körber | Geschäftsführung Werkstätten Gottessegen

3. Lebensgemeinschaften – Orte der Inklusion?

Sind die anthroposophischen Lebens- und Arbeitsgemeinschaften schon aus sich heraus Orte gesellschaftlicher Teilhabe? Wo liegen die Potenziale gemeinschaftlicher Strukturen im Sinne einer sozialraumorientierten Lebensgestaltung? Welche Entwicklungsaufgaben stehen vor uns, wenn wir beispielgebende Orte gelebter Inklusion sein wollen?
Mit Eckehard Kolder | Hausverantwortlicher und Werkstattleiter & Wolfgang Seel | ehemaliger Hausverantwortlicher und Werkstattleiter, beide Lebensgemeinschaft Münzinghof

4. Aktivierend Netzwerken mit Lust auf Kultur, Kunst und Dialog mit ganz besonderen Menschen

Ein Praxisbeispiel der Hermann Jülich Werkgemeinschaft und dem Betreuungs- und Pflegedienst Die Robben Wulfsdorf in Ahrensburg bei Hamburg.
Jedes Beziehungsnetzwerk ist das Ergebnis von unzähligen Lebensprozessen und Anliegen von Menschen, die mit dem Ziel eines Gemeinsamen Tuns starten. Das soziale Gefüge bekommt eine eigene Dynamik und eine eigene Geste, die nur an dem ORT lebt. Das Muster bildet die sozialen Beziehungen ab, trägt ein Gedächtnis und zeigt Fähigkeiten wie Lebewesen, die sich immer wieder erneuern. Die Prozesse bilden ein Netz von lebensbejahenden Verwicklungen und zeigen, wie Gruppen im Gemeinwesen zusammenwirken und wie sie an Aufgaben wachsen, wenn sie sich auf die Prozesse einlassen. Alle Beteiligten stehen mit ihren Kompetenzen und Fähigkeiten im Sozialraum und können sich und andere erleben. Diese Art der lebendigen, sozialen Netzwerke werden so zu einer wertvollen gesellschaftlichen Ressource und zu Orten einer in sich tragfähigen Entwicklung.
Mit Anke Brammen | Leitung Hermann Jülich Werkgemeinschaft & Die Robben

5. Gesundheit! – Danke. Ich kümmere mich selbst.

Gewusst wie – was zum Gesundbleiben dazu gehört.
Gewusst wo – Angebote vor meiner Haustür und in meiner Umgebung.
Hoppla – Hindernisse auf dem Weg der Selbstbestimmung.
Mit Jochen Berghöfer | Geschäftsführer Werkgemeinschaft Bahrenhof und Mitglied im Vorstand von Anthropoi Bundesverband

6. Lebenslust und Liebe

Wie kann es sein, dass wir in der heutigen Zeit, umgeben von Häusern, die warm sind, Speisekammern, die gefüllt sind, wirklich netten Menschen, mit denen wir leben und mit denen wir arbeiten, wir aber doch nicht nur froh sind? Sind Lebensfreude und Liebe Quellen in uns, die von selber sprudeln? Wie und durch was kann diese Quelle gespeist werden? Diesen Fragen wollen wir uns miteinander im Gespräch und künstlerischem Tun nähern!
Mit Katrin von Kamen | Fachstelle für Gewaltprävention Anthropoi Nord

7. Der Sozialraum im Bundesteilhabegesetz

Was meint das Bundesteilhabegesetz (BTHG) mit "Sozialraum" und "sozialraumorientiert"? Welche Bedeutung hat der Sozialraum im BTHG, wo spielt er eine Rolle? Was hat Personenzentrierung mit Sozialraum zu tun? Gibt es im Sozialraum Unterstützung für Menschen mit Assistenzbedarf? Wie passt der Sozialraum im BTHG zur UN-Behindertenrechtskonvention? Mit diesen Fragen wollen wir uns beschäftigen, um gut zu verstehen, in welchem Umfang das BTHG Leistungen zur Teilhabe für Menschen mit Assistenzbedarf bereithält.
Mit Ina Krause-Trapp | Geschäftsführerin und Justitiarin von Anthropoi Bundesverband

8. Auf dem Weg in die Postwachstumsgesellschaft

Viele Werkstätten und LebensOrte schöpfen ihr Potenzial in Bezug auf die Sozialraumgestaltung bisher nicht aus. Eine aktivere Rolle könnte nicht nur den gesellschaftlichen Blick auf Menschen mit Assistenzbedarf verändern und beispielsweise die Möglichkeiten für Außenarbeitsplätze erweitern, sondern auch aktiv zu einer sozial-ökologischen Gesellschaft beitragen. In der Arbeitsgruppe werden wir diese Perspektive anhand von Positivbeispielen vertiefen und u.a. der Frage nachgehen "Mit welchem Thema wollen und können wir den Sozialraum besetzen?"
Mit Dirk Posse | Umweltökonom und Projektleiter Postwachstumsgesellschaft für Anthropoi Bundesverband

9. Sozialraumorientierung durch Regionalvermarktung

Sozialräumliche Orientierung durch wirtschaftliche Aktivitäten: Am Beispiel eines Bio-Kistenvertriebes und Bio-Supermarktes soll verdeutlicht werden, wie über den Ausbau regionaler Vermarktungsstrukturen von Bio-Lebensmitteln Verknüpfungen zwischen Not for Profit Organisations (NPO), der regionalen Politik, Wirtschaftsbetrieben und Endverbrauchern aufgebaut werden können.
Mit Florian Klotz | Leitung Höhenberger Werkstätten

10. Begegnungskultur: Inklusiv oder exklusiv?

Wie gestalten wir die Übergänge zwischen unseren Lebens- und Arbeitsorten in die Gesellschaft und aus der Gesellschaft in unsere Gemeinschaften hinein? Ist Inklusion eine Einbahnstraße oder vielmehr ein Dialog, ein Geben und Nehmen? Sind wir bereit, die "inklusive Gesellschaft" zu gestalten oder werden wir gestaltet? Wir wollen nach Beispielen suchen, wo dies schon gut gelingt, um Anregungen zu geben, wie man solche Prozesse gestalten kann.
Mit Christian Bachmann | Werkstattleitung & Tobias Raedler | Wohnbereichsleitung, beide Gemeinschaft Altenschlirf

11. Meine Freizeit: Da will ich machen, was ICH will!

Manche möchten in ihrer Freizeit Sport machen oder Musik. Andere wollen Menschen kennenlernen und Spaß haben. Oder mal ausschlafen, faul sein, ferngucken... Das sind viele verschiedene Interessen. Vielleicht gibt es Probleme, wenn man in einer Gemeinschaft wohnt und alle etwas Anderes machen wollen. Oder, wenn das Geld knapp ist. Oder, wenn es nicht genug Unterstützung gibt. Gemeinsam möchte ich mit Ihnen darüber sprechen: Was ist Ihnen in Ihrer Freizeit wichtig? Welche Probleme gibt es? Was kann man ändern und was nicht? Was können und wollen Sie selber für ein passendes Freizeitangebot tun? Welche Möglichkeiten haben Sie in Ihrer Umgebung? Wer könnte Sie unterstützen? Ich würde mich freuen, wenn wir gemeinsam neue Möglichkeiten und Ideen finden könnten.
Mit Sophia Künstler | Mitarbeiterin der Lebensgemeinschaft Eichhof

12. Wo finde ich meinen Sozialraum?
  • Wünsche an meinen persönlichen Sozialraum
  • Was ist bedeutsam für mich? (Jeder erstellt eine persönliche "Kiezkarte")
  • Kann ich meinen Sozialraum aktiv und selbstbestimmt mitgestalten?
  • Oder muss ein Sozialraum erobert werden?
  • Was für Hindernisse können mir begegnen?
  • Erste Schritte gehen

Mit Nora Wallach | Teamleitung Ambulant Betreutes Wohnen bei ODILIA

13. Mitwirken: Mut tut gut - Arbeitsgruppe für aktive SelbstvertreterInnen

Wie funktioniert Mitwirkung im LebensOrt und im Anthropoi Bundesverband?
Wie will ich mitmachen und wie kann ich mich beteiligen?
Die Arbeitsgruppe wird sich über Erfahrungen, Möglichkeiten und Wünsche, die eigene Lebenssituation mitzugestalten, austauschen.
Wege und Beispiele werden beschrieben oder miteinander entdeckt, damit jeder Einzelne aktiv mitwirken kann.
Mit Jennifer Falk | Stellvertretende Einrichtungsleitung Lebensgemeinschaft Eichenhof & Karen Riemann | Ambulant Betreutes Wohnen Schloss Hamborn und Sprecherin des Fachbereichs Anthropoi LebensOrte

14. Wie, wann, wohin? - Handeln und Aktionen im Sozialraum

Ein Sozialraum ist ein Möglichkeitsraum für alle Arten von Ereignissen. Aktionen können Prozesse auslösen, die erfolgreicher sind, wenn die Interessen und Identitäten verschiedener Akteursgruppen eingebunden werden. Solche Ergebnisse und der Erhalt einer kontinuierlichen Entwicklung kann durch kreative Instrumente unterstützt werden.
Mit Georg Pohl | Dipl.-Sozialarbeiter und Regionalmanager

Alle Infos zur Tagung hier.

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