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03. August 2011

Bundesfreiwilligendienst und Freiwilliges Soziales Jahr:
Freunde der Erziehungskunst bauen Arbeitsbereiche der Freiwilligendienste aus

Freunde der Erziehungskunst

Seit 1993 sind die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. im Bereich der internationalen Freiwilligendienste tätig. Fast 7.000 Entsendungen (meist) junger Freiwilliger in mehr als 350 Projekte und in über 60 Länder lautet bis dato die stolze Bilanz. Auf Initiative des Verbandes für anthroposophische Heilpädagogik, Sozialtherapie und soziale Arbeit e.V. hin arbeitet seit März 2011 ein engagiertes Team der Freunde der Erziehungskunst am Aufbau einer anthroposophischen Trägerstruktur für den neuen Bundesfreiwilligendienst (BFD) des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und das bewährte Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) im Inland. Der neue BFD ist zum einen eine Reaktion auf das Aussetzen der Wehrpflicht und dem damit einhergehenden Wegfall des Zivildienstes, um so offene Stellen zu kompensieren. Zum anderen soll das Programm bürgerschaftliches Engagement fördern und dieses auf eine breitere gesellschaftliche Basis stellen. Der BFD soll jährlich bis zu 35.000 Menschen aller Generationen die Möglichkeit eines gemeinwohlorientierten Einsatzes bieten. Weitere 35.000 Freiwillige können über das FSJ/FÖJ ein freiwilliges Bildungsjahr in Deutschland leisten.

Die Einsatzfelder im Bundesfreiwilligendienst sind praktische Hilfstätigkeiten in gemeinwohlorientierten Einrichtungen. Dazu gehören Waldorfschulen, -kindergärten und -horte sowie heilpädagogische und sozialtherapeutische Einrichtungen, Projekte der Jugendarbeit und der biologisch-dynamischen Landwirtschaft sowie Kliniken und Einrichtungen der Altenhilfe. Anthroposophische und waldorfpädagogische Einrichtungen, die über den BFD freiwillige Helferinnen und Helfer für einen i.d.R. 12-monatigen Dienst bei sich aufnehmen wollen, können mit Unterstützung der Freunde der Erziehungskunst einen Antrag auf Anerkennung als Einsatzstellen im Bundesfreiwilligendienst stellen, wobei alle bisherigen Zivildienststellen automatisch als anerkannt gelten.

Die Einsatzstelle ist für die fachliche und persönliche Begleitung sowie für alle Fragen der konkreten Arbeit zuständig. Sie übernehmen außerdem das Taschengeld sowie Unterkunft und Verpflegung der Freiwilligen. Werden Unterkunft und Verpflegung nicht gestellt, können Geldersatzleistungen gezahlt werden. Die Freunde der Erziehungskunst als anerkannter Träger des Bundesfreiwilligendienstes übernehmen alle administrativen Angelegenheiten, die Vorbereitung und teilweise Ausführung der 25 Seminartage sowie die pädagogische Begleitung der Freiwilligen. Als anthroposophischer Träger des Bundesfreiwilligendienstes können so die angehenden Freiwilligen optimal auf ihren Freiwilligendienst in anthroposophischen und/oder waldorfpädagogischen Einrichtungen vorbereitet und während des Jahres begleitet werden.

Angesprochen werden mit dem BFD motivierte Frauen und Männer nach Beendigung der Schulzeitpflicht, ohne Altersgrenze, aus Deutschland sowie internationale Freiwillige aus dem Ausland. Bereits seit 2006 ermöglichen die Freunde der Erziehungskunst Freiwilligen aus dem Ausland ein soziales Jahr in Deutschland. Nach einer ersten Pilotphase trug sich das Programm überwiegend aus Beiträgen der Einsatzstellen. Seit dem 1. Juli 2011 ist das Incoming-Programm der Freunde der Erziehungskunst Teil des Bundesfreiwilligendienstes und kommt in den Genuss staatlicher Zuschüsse. Im Vergleich zum BFD kann ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) nur bis zum 27. Lebensjahr geleistet werden. Jugendfreiwilligendienste sind als Bildungsdienste zu verstehen. Teilnehmende erhalten die Chance, sich wichtige soziale und personale Kompetenzen anzueignen, die für den weiteren persönlichen sowie beruflichen Werdegang von großer Bedeutung sein können. Außerdem erhalten Freiwillige bis zum 25. Lebensjahr in beiden Programmen weiterhin Kindergeld. Taschengeld, Unterkunft und Verpflegung bzw. Geldersatzleistungen, Sozialversicherung, Unfall- und Haftpflichtversicherung, Seminare, pädagogische Begleitung sowie organisatorische und administrative Unterstützung stehen allen Freiwilligen zu.

 

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Bei Fragen zu den Inlandsdiensten wenden Sie sich bitte an:

Uwe Decker unter u.decker@freunde-waldorf.de | Tel.: 0721 - 35 48 06 130 oder an
Stefan Wurster unter s.wurster@freunde-waldorf.de | Tel.: 0721 - 35 48 06 147.

 

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