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ICH-Kompetenz entwickeln! Ein Tagungskurzbericht

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Ich stehe für mich selbst! Das ist der Wunsch vieler Menschen, auch von Menschen mit Assistenzbedarf.
Doch oft ist es nicht leicht, eigene Ziele und Wünsche umzusetzen. Für sich selbst zu stehen erfordert Mut. Es braucht Selbstvertrauen und die Fähigkeit, gut mit sich und den eigenen Ressourcen umzugehen, also ICH-Kompetenz. Menschen mit Behinderungen haben oft das Gefühl, nicht genug zu können. Sie trauen sich deshalb viel weniger zu, als möglich wäre. Aber auch das Umfeld von Menschen mit Assistenzbedarf kann u.U. das Für-sich-selbst-stehen einschränken, wenn z.B. die Assistenz mit Fürsorge verwechselt wird und viele kleine alltägliche Dinge fremdentschieden werden. Behindern kann auch, wenn man nicht gelernt hat, für sich selbst zu denken und zu entscheiden. Man wird auch behindert, für sich selbst zu stehen, wenn man viele wichtige Informationen, Kenntnisse und Fertigkeiten nicht vermittelt bekommt, die dafür nötig sind, z.B. um sich gesund zu ernähren und sich wohl im eigenen Zuhause zu fühlen. Dazu gehört auch das Wissen um die eigenen Rechte! Diese Probleme zu besprechen und anzugehen, haben sich im Mai 90 Menschen mit und ohne Behinderungen als Aufgabe gesetzt und sich zu einer inklusiven Tagung in Bad Hersfeld getroffen.

Eingeladen hatte Bildungsangebote MitMenschen, eine inklusive Arbeitsgruppe des Anthropoi Bundesverbandes. In acht Arbeitsgruppen wurde ICH-Kompetenz entwickelt. Z.B. indem man lernte, dass die eurythmischen Figuren des G und des D die eigene Standhaftigkeit stärken und, dass ein ICH-Tagebuch zu schreiben, viel dabei helfen kann, sich selbst und die eigenen Wünsche und Kräfte kennenzulernen. In einer anderen Arbeitsgruppe wurde über die Mitarbeit in Selbstvertretungsgremien gesprochen und man erfuhr, wie und wo man sich engagieren kann. Die Tagung wurde souverän von Manuela Dunemann, einer Frau mit Assistenzbedarf moderiert. Alle Arbeitsgruppen waren inklusiv geleitet. Dies trägt sicherlich auch zu den bestärkenden Impulsen solcher Tagungen bei.

Eine Tagungsdokumentation folgt!

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Die inklusive Arbeitsgruppe Bildungsangebote MitMenschen stellt sich vor.

 

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Manuela Dunemann und Tilman Jüde haben die Tagung moderiert.

 

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Wie gestalte ich mein Zuhause? Das war Thema in der Arbeitsgruppe von Yasmina, Viola und Peter.

 

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Für sich selbst stehen kann man üben. Sonja Zausch zeigte eurythmische Übungen dazu: Das G schafft Platz um einen selbst. Das D festigt.

 

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Dieser Spruch von Rudolf Steiner begleitete alle durch die Tagung.

 

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Wer bist denn Du? Bei den Begegnungsspielen haben sich alle schnell untereinander kennengelernt.

 

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Der Vortrag von Ina Krause-Trapp hat viel Aufmerksamkeit bekommen. Es ging dabei um die Frage: Gleiche Anerkennung vor dem Recht, auch wenn ein Betreuer bestellt ist?

 

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Viele Fragen wurden nach dem Vortrag noch gestellt.

 

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In acht Arbeitsgruppen wurde sich ausgetauscht. Und es wurde viel Neues gelernt. Die Schreibwerkstatt bei Ingeborg Woitsch zum Beispiel hat ICH-Tagebücher geschrieben. Barbara Ehrhardt hat diese Arbeitsgruppe als Co-Moderatorin unterstützt.

 

Text: Daniela Steinel | Bilder: Ingeborg Woitsch

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