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Der Fachbereich stellt sich vor:

Der Fachbereich Werkstätten bildet ein Forum für alle Einrichtungen des Verbandes, die Angebote im Bereich der Werkstattarbeit (WfbM), der Förder- und Betreuungsgruppen, der beruflichen Bildung (BBB) und anderer Tages gestaltender Konzepte machen. Wir beschäftigen uns mit Fragen der Integration von Menschen mit Behinderung in die Arbeitswelt.

Die Angebote und Bereiche in denen Menschen mit Behinderung in unseren Einrichtungen Arbeit finden sind vielfältig und ihren individuellen Bedürfnissen angepasst. Klassische Arbeits- und Beschäftigungsbereiche sind: Gartenbau, Landwirtschaft, Tierhaltung, Küche und Haushalt, Töpferei, Weberei, Bäckerei, Schreinerei und Metallverarbeitung.
Sie versuchen, die Ursprünglichkeit und Nachhaltigkeit der Materialien und deren Verarbeitung mit Nachfrage und Qualitätsorientierung zu verbinden.
Genauso vielfältig wie die Menschen, die in den Werkstätten arbeiten und wie die Produkte, die sie herstellen, sind die Einrichtungen und ihre Werkstätten selbst: Die Werkstätten sind Teil von

  • Dorf- und Stadtgemeinschaften,
  • Integrationsbetrieben
  • sind eine klassischen Werkstatt für behinderte Menschen,
  • aber auch Teile privatwirtschaftlicher Betriebe.

Anspruch der Werkstätten ist die Förderung der Integration und Teilhabe behinderter Menschen in der Gesellschaft. Dazu gehört auch die Teilnahme am Wirtschaftsleben durch speziell für behinderte Menschen gestaltete Arbeitsplätze. Die hergestellten Produkte entsprechen, ungeachtet ihrem individuell angepassten Herstellungsprozess, fachlichen und qualitativen Ansprüchen des Marktes.

 

 Weberei

Unsere Arbeit:

Die Werkstattarbeit gründet auf einem sozialtherapeutischen Ansatz, der menschenkundliche Aspekte der Anthroposophie einschließt.
In unseren Werkstätten sollen Bedingungen geschaffen werden, die Menschen mit Behinderung einen angemessenen und einen ihren Bedürfnissen entsprechenden Arbeitsplatz bieten. Die einzelnen Arbeitsschritte und Arbeitsprozesse werden gezielt den Fähigkeiten und Erfordernissen der Arbeitenden angepasst. Mit Hilfe der individuellen Gestaltung der Arbeitsabläufe werden Stärken und Schwächen des Einzelnen, aber auch der Gruppe ausgeglichen. Durch stabile soziale Strukturen und durch geeignete Assistenzleistungen der Mitarbeiter kann Behindertsein in den Hintergrund treten und erworbene Kompetenz wirksam eingebracht werden, mit der Zielrichtung ein selbstbestimmtes Leben zu unterstützen. Die bei jedem Menschen vorhandene individuelle Entwicklungsfähigkeit soll dauerhaft angeregt werden, für ein erfüllendes, Sinn stiftenden Leben. Eine den individuellen Fähigkeiten angepasste Arbeit ist dazu ein wichtiger Schritt. Die Arbeit ermöglicht gleichzeitig einen Beitrag zum Leben in der Gemeinschaft zu geben und eigene Bedürfnisse zu befriedigen. Dadurch erhält die Arbeit auch ein heilendes Element: man setzt sich für die Gemeinschaft ein und erfährt Daseinssicherheit.
Die Mitarbeiter der Werkstätten arbeiten eng mit den Betreuern und Therapeuten aus den anderen Lebensbereichen der Betroffenen zusammen. Nur wenn die körperliche und seelische Verfassung und der Lebensweg der Betroffenen verstanden und nachvollzogen werden kann, ist es möglich, sich ihrer Lebenswirklichkeit, Wünschen und Zielen anzunähern. Und dies ist die Voraussetzung dafür, dass ein Arbeitsplatz gefunden wird, der ihrer derzeitigen Lebenssituation entspricht. Die Suche nach einem solchem geeigneten Arbeitsplatz ist häufig ein langer Prozess, da es nicht immer leicht ist die Ziele und Wünsche der Betroffenen zu erkennen. Dieser Prozess erfordert Verständnis und Zeit sowie die kontinuierliche Anpassung an die jeweiligen Bedürfnisse der Betroffenen. 

 

Spiele 


Grundlagen und Ziele unserer Arbeit:

Für die Arbeit im Fachbereich Werkstätten als Vertreter der hier zusammengeschlossenen Einrichtungen, ist die Wahrnehmung der sich ständig im Wandel befindlichem gesellschaftlichen Verhältnisse von besonderer Bedeutung. Fundamentale Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt und in der Wirtschaft sowie der Paradigmenwechsel in der Sozialpolitik machen eine kontinuierliche Beobachtung und Neueinschätzung der Rahmenbedingungen in der Fachbereichsarbeit unerlässlich. Nicht zu Letzt auch, um die Möglichkeit zu nutzen, diese durch Initiativen konstruktiv und aktiv zu beeinflussen.

Gleichzeitig zielt die Arbeit des Fachbereichs darauf, sich der Sichtweise und der Bedürfnislage erwachsener Menschen mit Behinderung weitgehend so an zu nähern und sich eigen zu machen, dass Integration, Zugehörigkeit, Teilhabe und individuelle Lebensbezüge aus dem Interesse und dem Wollen der Betroffenen heraus gefördert und realisiert werden können.



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