an der nordsee
RudolfSteiner
Theater_Weide-Hardebek
 

14. April 2011

Stellungnahme des Ethikforums des IMEW

IMEW LogoNewsletter

Gründe für ein Verbot der PID

Die unterzeichnenden Verbände appellieren an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, ein klares Verbot der Präimplantationsdiagnostik (PID) gesetzlich zu verankern.

Die PID zielt darauf ab, unter den in vitro hergestellten Embryonen auszuwählen. Embryonen mit einer zu erwartenden schweren Behinderung werden verworfen. Dieser selektive Ansatz ist ethisch problematisch, weil damit ein Leben mit schwerer Behinderung implizit als nicht lebenswert betrachtet wird. Mit der Zulassung der PID würde der Selektionsgedanke wieder in die deutsche Rechtsordnung eingeführt. Schließlich sollte die Reform des § 218 a StGB, welche die sogenannte embryopathische Indikation abschaffte, eine Diskriminierung von Menschen mit Behinderung verhindern. Eine Zulassung der PID bedeutet dagegen die Bejahung einer Auswahl von Embryonen anhand des Merkmals einer Behinderung durch den Gesetzgeber. Allein diese Wertung halten wir acht Verbände der Behindertenhilfe und -selbsthilfe für einen ausreichenden Grund für ein Verbot der PID.

Dateien

URL dieser Seite: http://www.verband-anthro.de/index.php/aid/888/cat/78
© Bundesverband anthroposophisches Sozialwesen e.V. | Impressum
[ zur Navigation | direkt zum Seiteninhalt | zu weiterführenden Informationen ]