


Ethik
21. Juni 2012
Bemühungen um eine inklusive Gesellschaft dürfen nicht durch Entwicklungen der Pränataldiagnostik unterlaufen werden!
In dieser aktuellen Stellungnahme des Ethikforums des IMEW nehmen die das IMEW tragenden Verbände der Selbsthilfe behinderter Menschen und der Behindertenhilfe die bevorstehende Zulassung des neuen Bluttests zur Feststellung des Down-Syndroms zum Anlass, grundsätzliche Überlegungen über die Entwicklung der Pränataldiagnostik vorzustellen.
29. Februar 2012
Ethische Grundaussagen jetzt auch in Leichter Sprache
Die "Ethischen Grundaussagen" der Fachverbände für Menschen mit Behinderung liegen nun auch in Leichter Sprache vor.
Die Broschüre heißt: "Was wir gut und wichtig finden - Ethische Grundaussagen in Leichter Sprache".
Auf 16 Seiten kann man die gemeinsamen Anliegen, Ziele und Werte der fünf Verbände nachlesen.
Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ist dabei sehr wichtig.
Die Fachverbände wollen, dass diese Vereinbarung
der UN eingehalten wird. Sie wollen, dass Menschen sich gegenseitig helfen und achten. Sie wollen, dass es Freiheit für alle
Menschen gibt.
Den Text gibt es auch in Schwerer Sprache. Beide Fassungen können hier heruntergeladen werden.
14. April 2011
Stellungnahme des Ethikforums des IMEW
Gründe für ein Verbot der PID
Die unterzeichnenden Verbände appellieren an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, ein klares Verbot der Präimplantationsdiagnostik (PID) gesetzlich zu verankern.
Die PID zielt darauf ab, unter den in vitro hergestellten Embryonen auszuwählen. Embryonen mit einer zu erwartenden schweren Behinderung werden verworfen. Dieser selektive Ansatz ist ethisch problematisch, weil damit ein Leben mit schwerer Behinderung implizit als nicht lebenswert betrachtet wird. Mit der Zulassung der PID würde der Selektionsgedanke wieder in die deutsche Rechtsordnung eingeführt. Schließlich sollte die Reform des § 218 a StGB, welche die sogenannte embryopathische Indikation abschaffte, eine Diskriminierung von Menschen mit Behinderung verhindern. Eine Zulassung der PID bedeutet dagegen die Bejahung einer Auswahl von Embryonen anhand des Merkmals einer Behinderung durch den Gesetzgeber. Allein diese Wertung halten wir acht Verbände der Behindertenhilfe und -selbsthilfe für einen ausreichenden Grund für ein Verbot der PID.
02. November 2010
Ethische Grundaussagen
Präambel
Die Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte
von Menschen mit Behinderungen, die 2009 in der Bundesrepublik
Deutschland in Kraft getreten ist, steht für eine
neue Ausrichtung des Verständnisses von Behinderung.
An die Stelle von Fürsorge und Ausgleich vermeintlicher
Defizite tritt ein Verständnis, das der Vielfalt des Menschseins
und der Gleichheit der Menschen in ihrem Menschsein
entspricht. Die Konvention fordert die Gesellschaft zu
einer Neubesinnung auf, dass "Behinderung" ein normaler
Bestandteil menschlichen Lebens ist und eine Quelle für
kulturelle und soziale Bereicherung sein kann. Menschen
mit Beeinträchtigungen leben selbstverständlich in der
Gesellschaft, fühlen sich ihr zugehörig und leisten ihren
Beitrag zur Humanität und kulturellen Vielfalt.
16. März 2009
PUNKT UND KREIS Ostern 2009
Medizinische diagnostische Verfahren wurden in den letzten Jahren gerade im Bereich der Schwangerschaftsvorsorge immer präziser. Welche Folgen haben diese Verfahren auf Lebensrechte und Lebenschancen von Menschen mit Behinderung? Martha Eikemeier und andere Autoren gehen in dieser Ausgabe von PUK dieser Frage nach. Peter Radtke skizziert warum eine Gesellschaft Menschen mit Behinderungen braucht. Die mittelpunkt-Redakteure berichten von ihren Erfahrungen aus dem Leben mit Behinderung. Da! Sein!
08. November 2007
Jahresbericht 05/06 des Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft
Der Jahresbericht gibt in einer sehr übersichtlichen Weise Rechenschaft über die Tätigkeiten des IMEW, seiner MitarbeiterInnen und der Gremien des IMEW. Er dokumentiert sowohl die wissenschaftliche Forschungsarbeit und Beiträge zum wissenschaftlichen Diskurs durch das Institut sowie die geleistete Öffentlichkeits- und (politische) Beratungsarbeit.
Das IMEW hat die Einbringung und Berücksichtigung der Perspektive von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen sowohl in den politischen Willensbildungsprozess (als Disability Mainstreaming) als auch in den medizinisch-ethischen Diskurs und die biotechnologische Forschung zum Ziel.
Der Verband für anthroposophische Heilpädagogik, Sozialtherapie und Soziale Arbeit e.V. ist einer der Gesellschafterverbände des IMEW und unterstütz seine Arbeit.
Den Jahresbericht können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen.
07. November 2007
Stellungnahme zur ,,Stichtagsdebatte' in Bezug auf das Stammzellgesetz
Nach dem im Jahr 2002 im Bundestag verabschiedeten Stammzellgesetz ist der Import von humanen embryonalen Stammzellen. die vor dem 1. Januar 2002 schon existiert haben, für die embryonale Stammzellforschung in Deutschland erlaubt. Es dürfen hierzulande jedoch keine embryonalen Stammzellen erzeugt und keine jüngeren Stammzelllinien importiert werden. Mit dieser politischen Kompromiss-Regelungen hat der Gesetzgeber eine Kontroverse entschieden, indem einerseits Grundlagenforschung ermöglicht und andererseits das Verbot der verbrauchenden Embryonenforschung aufrechterhalten wurde. Es bleiben die grundsätzlichen ethischen Bedenken.
21. November 2006
Ethikrat
Neue Entwicklungen in Medizin und Biologie führen immer wieder zu tief greifenden ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Kontroversen, die den Gesetzgeber herausfordern. Es ist daher unbestritten, dass es einen großen Bedarf an Politikberatung in diesem Feld gibt. Ebenso nachvollziehbar ist das Bedürfnis, über neue bzw. verbesserte Rahmenbedingungen medizin- und bioethischer Politikberatung nachzudenken. Die von der Bundesregierung am 12. Juli diesen Jahres mit einem Gesetzentwurf (Bundesratsdrucksache 546/06) auf den Weg gebrachte Implementierung eines "Deutschen Ethikrats", angestoßen mit dem "Entwurf eines Gesetzes zur Einrichtung des Deutschen Ethikrats (Ethikratgesetz - EthRG)", weist jedoch in die falsche Richtung:
Termine
Sa, 01. Juni 2013 10:30
Geschwisterseminar: Herzensangelegenheiten
Mo, 24. Juni 2013 08:25 - Mi, 26. Juni 2013 00:00
Die Kunst zu führen - Teamleitung in sozialen Einrichtungen und Schulen
Hotline Gewaltprävention
Unsere Fachstellen zur Prävention, Beratung und Schlichtung erreichen Sie unter:
Fachstelle Süd: Fachstelle für Prävention, Beratung und Schlichtung (Bayern und Baden-Württemberg)
Hotline: 0151 - 40 74 16 54, E-Mail: fachstelle-sued@verband-anthro.de
Region Nord: Fachstelle für Prävention von Gewalt und sexuellen Übergriffen
Katrin von Kamen: Tel.: 05803 - 96 477, Mobil: 0160 - 70 13 548 und 0151 - 52 72 84 55,
E-Mail: K.von.kamen@gewaltpraevention-nord.de
Helmut Pohlmann: Tel.: Tel. 04293-89 06 813, Mobil: 0151 - 52 72 84 55, E-Mail: helmut.pohlmann3@ewe.net
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